Griebel verpasst den Sieg in Irland nur knapp

7. April 2015

Opel-Werkspilot Marijan Griebel feiert im Adam R2 bei der Rally Circuit of Ireland seinen ersten Podestplatz in der Rallye-Junior-Europameisterschaft 2015.

Achtzehn knallharte Wertungsprüfungen über rund 215 Kilometer irischen Asphalt, schmale Sträßchen mit jeder Menge Kuppen und mörderisch schnellen Kurven, über zwei Tage verteilt mehr als zwei Stunden volle Konzentration am absoluten physikalischen Limit – und am Ende entscheiden wenige Sekunden über den Sieg. Und das auch noch zwischen zwei Teamkollegen. Mehr Spannung und Dramatik kann ein sportlicher Wettbewerb kaum bieten.

Bergkvist_Griebel_IrlandOpel-Werkspilot Marijan Griebel (25, Hahnweiler) und sein Beifahrer Stefan Clemens (28, Weiskirchen) haben bei der Rally Circuit of Ireland rund um Belfast, dem zweiten Lauf zur Rallye-Junior-Europameisterschaft (FIA ERC Junior), ihren ersten Podestplatz der EM-Saison 2015 herausgefahren. Gemeinsam mit ihren siegreichen schwedischen Teamkollegen Emil Bergkvist/Joakim Sjöberg bescherten die beiden Deutschen dem ADAC Opel Rallye Junior Team im exzellent besetzten Feld der fast zwanzig besten Rallye-Junioren Europas einen überragenden Doppelsieg. Die bestplatzierten Mitbewerber in einem Konkurrenzfahrzeug lagen am Ende mehr als eine Minute hinter den jubelnden Siegern aus dem ADAC Opel Rallye Junior Team zurück.

Der Polizeikommissar aus der Pfalz berichtete hinterher von einer „enorm tückischen Rallye. Der Asphalt war extrem rutschig, vor allem am ersten Tag stand teilweise noch Wasser auf der Fahrbahn. Generell war es eine Rallye, in der dem Aufschrieb wegen der vielen blinden Kurven und kniffligen Sprungkuppen besondere Bedeutung zukam. Schnell fahren ging nur, wenn der Aufschrieb exakt passte und du als Fahrer auch volles Vertrauen darin haben konntest, was als nächstes kommt.“

Griebel/Clemens steigerten sich im Verlaufe der Rallye kontinuierlich und setzten vor allem am zweiten Rallye-Tag mit vier WP-Bestzeiten ihre schwedischen Teamkollegen enorm unter Druck. Obwohl es am Ende nicht ganz zum Sieg reichte, haderte Griebel nicht eine Sekunde: „Ich freue mich riesig über den zweiten Platz. Nach dem Qualifying am Donnerstag waren wir noch nicht so zufrieden, und auch am ersten Tag brauchten wir eine Weile, biswir den Rhythmus gefunden hatten. Mit jeder WP wuchs aber das Vertrauen, also haben wir ein paar Kohlen nachgelegt und attackiert. Prompt kamen wir Emil immer näher. Dass es am Ende nicht ganz gereicht hat, macht überhaupt nichts. Ich bin einfach happy, dass wir diese wunderschöne, aber auch extrem schwierige Rallye auf dem Podest beendet haben. Dazu noch ein Doppelsieg für das ADAC Opel Rallye Junior Team und den ADAM R2 – was will man mehr?“

Opel Motorsport Direktor Jörg Schrott war fast sprachlos: „Was die Jungs hier gegen härteste Konkurrenz abgeliefert haben, war wirklich allererste Sahne. Dickes Kompliment an die ganze Mannschaft!“

Der nächste Lauf zur FIA ERC Junior steigt am ersten Juni-Wochenende auf den Azoren mitten im Nordatlantik.

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